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PUBLIC RECORDInstagram Löschung2026-10-26 aktualisiert· etwa 12 Minuten Lesedauer· erstellt und geprüft vom Einsatzteam von SARAZIM LLC

Inhalte und Konten auf Instagram löschen lassen

Instagram hat mehrere getrennte Meldewege, und sie bewirken Unterschiedliches. Der häufigste Grund für eine abgelehnte Meldung ist der falsch gewählte Weg. Dieser Text beschreibt jeden Weg, die Nachweise, die er verlangt, und die Rechtsbehelfe, die Nutzern in Deutschland nach einer Ablehnung bleiben.

ABSTRACT

Nicht einvernehmliche intime Aufnahmen, Identitätsmissbrauch, eigene gestohlene Fotos und Belästigung laufen über verschiedene Kanäle mit verschiedenen Nachweisen. Eine Ablehnung ist nicht das Ende: es gibt das interne Beschwerdemanagement nach Artikel 20, die zertifizierte Streitbeilegungsstelle nach Artikel 21 und das Oversight Board. Die Bundesnetzagentur prüft das Verfahren, löscht aber nichts.

Alle Formulare, Pflichten und Fristen wurden am angegebenen Datum an der Primärquelle geprüft: Hilfebereich von Instagram, EUR-Lex, Bundesnetzagentur, Europäische Kommission, gesetze-im-internet.de, eine Landesdatenschutzbehörde, Oversight Board, StopNCII.org und Google-Hilfe.

01Die ersten Tage

Jeder der folgenden Schritte läuft eigenständig. Warten Sie nicht auf das Ergebnis des einen, bevor Sie den nächsten beginnen, denn ein gelöschtes Konto nimmt Ihnen auch die Nachweise.

  1. Beitrag und Konto dokumentieren, bevor etwas verschwindet.
  2. In der App am Beitrag selbst melden, nicht über eine Hilfeseite.
  3. Bei intimen Aufnahmen zusätzlich den Hash hinterlegen.
  4. Wenn Sie das Foto selbst aufgenommen haben, parallel den urheberrechtlichen Weg prüfen.
  5. Die Adresse getrennt aus der Google-Suche nehmen lassen.
  6. Jede Vorgangsnummer notieren. Ohne sie ist keine Beschwerde möglich.
Bitte nicht

Schreiben Sie das Konto nicht an, und bitten Sie nicht Bekannte um Massenmeldungen. Bewertet wird die Begründung, nicht die Zahl der Meldungen. Verlangt jemand Geld oder weitere Aufnahmen, rät der Hilfebereich von Instagram, dies als Erpressung zu melden; dort ist Erpressung als Drohung beschrieben, private Informationen zu veröffentlichen, sofern Sie nicht zahlen oder eine andere Forderung erfüllen.

02Unterlagen zuerst

Die Formulare von Instagram fragen nach einem Link, nicht nach einer Schilderung. Auch Artikel 16 der Verordnung (EU) 2022/2065 verlangt in einer Meldung die genaue Angabe des elektronischen Speicherorts, also die konkrete URL. Eine Meldung, die nicht auffindbar ist, wird ohne Prüfung geschlossen.

Je Fundstelle

  • Dauerlink des Beitrags, des Reels oder der Story aus der Adresszeile.
  • Nutzername, Anzeigename und Adresse des Profils.
  • Bildschirmaufnahme der ganzen Seite mit Adresszeile und Datum.
  • Bildtext, Hashtags und markierte Konten, denn daraus entstehen Ihre Suchbegriffe.
  • Datum, Uhrzeit und Zeitzone der Feststellung.
  • In einem Satz: welche Regel oder welche Vorschrift verletzt ist.
  • Vorgangsnummer jeder Meldung und Datum jeder Antwort.

03Was die Meldung in der App erreicht

Der Weg über die App ist der einzige, der einen einzelnen Beitrag, Kommentar, ein Reel, eine Story oder eine Nachricht erreicht, und Instagram verweist die meisten Meldenden dorthin zurück. Die Gemeinschaftsrichtlinien, die dabei angewendet werden, untersagen Nacktheit, das Ausgeben als eine andere Person, Belästigung und das Teilen von Fotos oder Videos, die einem nicht gehören.

Für Nachweise ist dieser Weg der schwächste: kein Anhang, keine schriftliche Begründung, keine Fristsetzung. Gibt es für Ihren Fall ein Formular, nutzen Sie es zusätzlich. Am 24. Oktober 2025 stellte die Europäische Kommission vorläufig fest, dass Meta für Instagram und Facebook gegen die Pflicht verstößt, Nutzern einfache Mechanismen zur Meldung illegaler Inhalte bereitzustellen und das wirksame Anfechten von Moderationsentscheidungen zu ermöglichen.

04Welcher Weg für welchen Inhalt

InhaltWegWas er entfernt
Intime Aufnahme einer erwachsenen PersonMeldung in der App, zusätzlich Hinterlegung des Hash bei StopNCII.orgDen gemeldeten Beitrag; der Hash wirkt auf künftige Uploads bei den teilnehmenden Unternehmen
Von künstlicher Intelligenz erzeugte intime AufnahmeDieselben Wege; in der Begründung ausdrücklich angeben, dass die Aufnahme gefälscht istDen gemeldeten Beitrag
Konto, das sich als Sie ausgibtFormular für Identitätsmissbrauch, mit AusweiskopieDas Konto, ein Konto je Meldung
Eigenes Foto, das jemand erneut veröffentlichtFormular für Urheberrechtsverletzungen, bis zu 30 Adressen je MeldungDie gemeldeten Beiträge; Ihr Name und Ihre Adresse erreichen die hochladende Person
Beleidigende Kommentare oder NachrichtenMeldung am Kommentar oder an der Nachricht, danach blockierenDen gemeldeten Inhalt; bei Wiederholung kann das Konto deaktiviert werden
Bildnis ohne Einwilligung, ohne eigenes UrheberrechtMeldung in der App, zusätzlich Löschverlangen an den VerantwortlichenDen Beitrag; die Begründung stützt sich auf das Recht am eigenen Bild
Nur für die USA

Das Formular für intime Aufnahmen von Instagram betrifft ausdrücklich Inhalte, die in den Vereinigten Staaten entfernt werden sollen. Es fragt die Adresse ab, den Grund, ob Sie abgebildet oder bevollmächtigt sind, ob die Beteiligten bei der Aufnahme unter 18 Jahre alt waren und ob eine Einwilligung vorlag. Für Betroffene in Deutschland ist es nicht der vorgesehene Weg; hier zählt die Meldung nach Artikel 16 und die Begründung über das deutsche Recht.

05Identitätsmissbrauch und Ausweis

Meldeberechtigt ist nur die nachgeahmte Person selbst oder eine bevollmächtigte Vertretung, etwa ein Elternteil oder eine sorgeberechtigte Person, und jede Meldung erfasst ein Konto. Abgefragt werden Ihr vollständiger Name, Ihre E-Mail-Adresse, Ihr Verhältnis zur betroffenen Person, deren Name und Nutzername sowie Name und Nutzername des gemeldeten Kontos.

Dazu kommen eine Abbildung Ihres Ausweises und ein Foto, auf dem Sie den Ausweis in der Hand halten. Instagram gibt an, der Ausweis werde sicher gespeichert, sei für niemanden auf Instagram sichtbar und werde binnen 30 Tagen gelöscht; geprüfte Dienstleister können bei der Prüfung mitwirken. Uploads vom Telefon scheitern nach eigener Angabe häufig, deshalb füllen Sie das Formular besser am Rechner aus.

Formulierung

Parodie- und Fankonten werden anders behandelt. Schreiben Sie deshalb ausdrücklich, dass das Konto sich als Sie ausgibt, und nicht nur, dass es Ihre Fotos verwendet. Verwendet es Ihre Fotos, ohne sich als Sie auszugeben, ist der urheberrechtliche Weg oder das Recht am eigenen Bild die passende Begründung.

06Intime Aufnahmen und Hash-Sperre

Eine Meldung wirkt auf eine bekannte Adresse. Ein Hash ist ein digitaler Fingerabdruck der Datei, den teilnehmende Unternehmen mit neuen Uploads vergleichen, auch mit Kopien, die Sie nie gesehen haben. Beides zusammen ist der Unterschied zwischen einer Entfernung und einer dauerhaften Sperre.

  • StopNCII.org ist kostenfrei und auch auf Deutsch verfügbar. Der Hash wird auf Ihrem Gerät berechnet, nur der Hash wird übermittelt, und die Seite lädt die Aufnahmen nach eigener Angabe nicht von Ihrem Gerät herunter.
  • Voraussetzung ist, dass Sie abgebildet sind, bei der Aufnahme 18 Jahre oder älter waren und heute über 18 sind, die Datei noch besitzen und darauf nackt, teilweise entkleidet oder bei einer sexuellen Handlung zu sehen sind.
  • Auf der Partnerseite sind unter anderem Facebook, Instagram und Threads als Unternehmen genannt, die Fälle und Hashes von StopNCII.org erhalten.
  • Melden Sie den Beitrag trotzdem in der App. Der Hash ersetzt die Meldung nicht, weil er auf eine bereits veröffentlichte Kopie nicht zwingend wirkt.

07Urheberrecht oder Recht am Bild

Haben Sie das Foto selbst aufgenommen, steht Ihnen das Urheberrecht zu, und die Meldung ist eine Rechtsbehauptung mit eigener Rechtsfolge. Haben andere es aufgenommen, was bei Bildern aus einer Beziehung die Regel ist, trägt der urheberrechtliche Weg nicht. Dann begründen Sie über das Recht am eigenen Bild und über den Datenschutz.

UrheberrechtRecht am eigenen Bild
VoraussetzungSie haben die Aufnahme selbst erstelltSie sind auf der Aufnahme erkennbar
GrundlageFormular für Urheberrechtsverletzungen von Instagram§ 22 und § 33 KunstUrhG, Artikel 17 DSGVO
NachweisWerk, Originallink, Beschreibung, Versicherung an Eides stattErkennbarkeit und fehlende Einwilligung
Ihre DatenName des Rechteinhabers, E-Mail-Adresse und Art der Meldung gehen an die hochladende PersonKeine Weitergabe vorgesehen
GrenzeNur eigene AufnahmenAusnahmen des § 23 KunstUrhG bleiben zu prüfen

§ 22 KunstUrhG lässt die Verbreitung und öffentliche Zurschaustellung eines Bildnisses nur mit Einwilligung der abgebildeten Person zu; sie gilt als erteilt, wenn die Person für das Abbilden eine Entlohnung erhielt. Wer dagegen verstößt, wird nach § 33 KunstUrhG mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, und die Tat wird nur auf Antrag verfolgt. Der Strafantrag ist eine eigene Erklärung, die Sie ausdrücklich stellen müssen.

Bei intimen Aufnahmen kommt § 201a StGB hinzu. Erfasst ist unter anderem das Zugänglichmachen einer Aufnahme, die unbefugt von einer Person in einer Wohnung oder einem gegen Einblick besonders geschützten Raum hergestellt wurde, ebenso das Weitergeben einer unbefugt erlangten Aufnahme, die geeignet ist, dem Ansehen der abgebildeten Person erheblich zu schaden. Der Strafrahmen beträgt bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe.

Daneben steht Artikel 17 DSGVO, das Recht auf Löschung. Nach Darstellung einer Landesdatenschutzbehörde besteht ein Löschungsanspruch unter anderem, wenn Daten unrechtmäßig verarbeitet wurden oder für ihren Zweck nicht mehr nötig sind, und der Verantwortliche muss unverzüglich, spätestens aber innerhalb eines Monats reagieren; die Frist kann um zwei weitere Monate verlängert werden, wenn Gründe bestehen und Ihnen mitgeteilt werden.

Vor der Meldung

Die urheberrechtliche Meldung verlangt eine Versicherung an Eides statt, dass Sie zur Vertretung des Rechteinhabers befugt sind, und Instagram übermittelt der hochladenden Person den Namen des Rechteinhabers, Ihre E-Mail-Adresse und die Art der Meldung; diese Person kann Sie deswegen anschreiben. Wer anonym bleiben muss, wählt den Weg über das Persönlichkeitsrecht.

08Meldung nach Artikel 16 DSA

Für Instagram als Hostingdienst gilt das Melde- und Abhilfeverfahren nach Artikel 16 der Verordnung (EU) 2022/2065. Der Anbieter muss leicht zugängliche, benutzerfreundliche und ausschließlich elektronische Meldewege vorhalten und die Abgabe hinreichend präziser und begründeter Meldungen erleichtern.

  • Die Meldung soll eine begründete Erläuterung enthalten, warum Sie den Inhalt für rechtswidrig halten, sowie die genaue elektronische Fundstelle.
  • Weiter verlangt die Vorschrift Ihren Namen und Ihre E-Mail-Adresse, außer bei Straftaten nach den Artikeln 3 bis 7 der Richtlinie 2011/93/EU, und die Erklärung, dass Ihre Angaben nach bestem Wissen richtig und vollständig sind.
  • Eine solche Meldung begründet die tatsächliche Kenntnis, wenn ein sorgfältiger Anbieter die Rechtswidrigkeit ohne eingehende rechtliche Prüfung feststellen kann. Das ist der Grund, warum Sie die Vorschrift benennen sollten.
  • Der Anbieter muss den Eingang unverzüglich bestätigen, Sie unverzüglich über seine Entscheidung und über die Rechtsbehelfe unterrichten und Meldungen zeitnah, sorgfältig, nicht willkürlich und objektiv bearbeiten.
  • Nutzt er dabei automatisierte Mittel, muss er das in der Mitteilung angeben.

Eine starre Stundenfrist enthält Artikel 16 nicht. Verlangt wird unverzügliches Handeln, und die praktische Hebelwirkung liegt darin, dass die Entscheidung begründet und anfechtbar sein muss.

09Wenn die Meldung abgelehnt wird

  1. Zuerst das interne Beschwerdemanagement nutzen. Nach Artikel 20 der Verordnung müssen Online-Plattformen es elektronisch und kostenfrei bereitstellen, mindestens sechs Monate ab dem Tag, an dem Sie über die Entscheidung unterrichtet wurden, und es erfasst ausdrücklich auch die Entscheidung, auf eine Meldung nicht zu reagieren.
  2. Erneut melden, aber mit besserem Material: klarer Link, benannte Vorschrift, schriftliche Begründung, frühere Vorgangsnummer.
  3. Den Weg wechseln. Ein Formular und ein Antippen in der App werden unterschiedlich bewertet.
  4. Eine zertifizierte Stelle zur außergerichtlichen Streitbeilegung nach Artikel 21 anrufen.
  5. Nach Erschöpfung des Beschwerdewegs von Meta das Oversight Board anrufen.

Die Bundesnetzagentur hat am 12. August 2024 die User Rights GmbH mit Sitz in Berlin als erste nationale Streitbeilegungsstelle nach dem Digital Services Act zertifiziert. Sie vermittelt nach Darstellung der Behörde unabhängig und überparteilich zwischen Nutzern und Plattform und nahm zunächst nur Fälle zu TikTok, Instagram und LinkedIn an. Die Kosten des Verfahrens tragen die Plattformen; für Nutzer fällt allenfalls eine geringe Schutzgebühr an.

StelleFristBindung
Internes Beschwerdemanagement der PlattformMindestens sechs Monate ab Unterrichtung über die EntscheidungDie Plattform muss ihre Entscheidung unverzüglich aufheben, wenn die Beschwerde dafür hinreichende Gründe enthält
Zertifizierte StreitbeilegungsstelleEntscheidung innerhalb von 90 Kalendertagen nach Eingang der Beschwerde, bei sehr komplexen Streitigkeiten um bis zu 90 Tage verlängerbarNicht bindend; die Stelle kann keine verbindliche Beilegung auferlegen, der Weg zum Gericht bleibt jederzeit offen
Oversight BoardKeine Frist genannt; das Gremium wählt die Fälle ausEntscheidungen zum einzelnen Inhalt binden Meta, sofern die Umsetzung nicht gegen Recht verstößt

Artikel 21 regelt auch die Kosten: entscheidet die Stelle zu Ihren Gunsten, trägt die Plattform alle Gebühren und ersetzt Ihre angemessenen Auslagen. Entscheidet sie zugunsten der Plattform, müssen Sie deren Kosten nicht ersetzen, es sei denn, die Stelle stellt offensichtlich bösgläubiges Verhalten fest. Für Nutzer ist das Verfahren kostenfrei oder gegen eine geringe Gebühr zugänglich.

10Die Rolle der Bundesnetzagentur

Die Bundesnetzagentur ist seit dem 14. Mai 2024 maßgeblich für die Durchsetzung des Digital Services Act in Deutschland verantwortlich und damit Koordinator für digitale Dienste. Sie prüft, ob Anbieter ein wirksames und transparentes Verfahren eingerichtet haben, um Meldungen über solche Inhalte nachzugehen, und sie kann Stellen für die außergerichtliche Streitbeilegung zertifizieren.

Erwarten Sie von ihr keine Löschung. Für die Löschung oder Sperrung von Inhalten ist der Koordinator nach eigener Darstellung nicht zuständig, und er kann Streitigkeiten zwischen Nutzern und Vermittlungsdiensten nicht lösen. Rechtswidrige Inhalte melden Sie über das Verfahren des Dienstes, strafbare Inhalte zusätzlich bei der Polizei.

  • Grundsätzlich wenden Sie sich zuerst an den Anbieter, denn die Behörde muss wissen, ob, wann und wie er reagiert hat.
  • Fehlt eine Kontaktmöglichkeit oder ein Meldesystem, oder bleibt eine Antwort aus, können Sie unmittelbar über das Beschwerdeformular vorgehen.
  • Sie erhalten eine Eingangsbestätigung und in den Tagen danach eine Vorgangsbestätigung mit Vorgangsnummer.
  • Ist eine andere Stelle zuständig, etwa die Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz, eine Landesmedienanstalt oder der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, wird die Beschwerde weitergeleitet.
  • Richtet sich die Beschwerde gegen einen Anbieter mit Sitz in einem anderen Mitgliedstaat, geht sie an den dortigen Koordinator; die deutsche Behörde bleibt Ihre Ansprechstelle.

11Google-Suche und erneute Uploads

Die Entfernung des Beitrags räumt das Suchergebnis nicht ab, und die Entfernung des Suchergebnisses räumt den Beitrag nicht ab. Für die Google-Suche gilt ein eigenes Verfahren für persönliche sexuelle Inhalte, echt oder gefälscht.

  • Erfasst sind echte Aufnahmen, auf denen Sie nackt, bei einer sexuellen Handlung oder auf intime Weise zu sehen sind, gefälschte Darstellungen einschließlich Deepfake, auf denen Sie erkennbar sind, und Suchergebnisse, in denen Sie ohne ersichtlichen Grund mit sexuellen Inhalten in Verbindung gebracht werden.
  • Den Antrag stellen und jede Adresse einzeln angeben. Google kann nach eigener Angabe nur Inhalte von Suchergebnisseiten entfernen; im Web bleibt die Datei bestehen und über geteilte Links, soziale Netzwerke und andere Suchmaschinen erreichbar.
  • Bei sexuellen Bildern sucht Google nach eigener Darstellung auch nach Duplikaten; wenn Sie das nicht wollen, können Sie das im Antragsformular angeben.
  • Bei einer teilweisen Entfernung erscheint die Seite nicht mehr für Suchanfragen, die Ihren Namen oder Ihre Kennung enthalten, bei anderen Suchanfragen möglicherweise schon.
  • Prüfen Sie die dokumentierten Hashtags und Bildtexte erneut. Erneute Uploads erscheinen meist unter einem neuen Nutzernamen.

SARAZIM LLC übernimmt diese administrative Arbeit: Beweissicherung, Wahl des richtigen Wegs für jede Fundstelle, Hinterlegung des Hash, Entfernung aus der Suche, Beschwerden und laufende Beobachtung. SARAZIM LLC erbringt keine Rechtsdienstleistungen und ist nicht Ihre rechtliche Vertretung.

Häufige Fragen

Erfährt die gemeldete Person von meiner Meldung?

Bei einer Meldung wegen eines Richtlinienverstoßes nicht. Die urheberrechtliche Meldung ist anders: Instagram übermittelt der hochladenden Person den Namen des Rechteinhabers, Ihre E-Mail-Adresse und die Art der Meldung.

Muss ich für eine Meldung meinen Ausweis senden?

Beim Identitätsmissbrauch ja. Verlangt werden eine Abbildung des Ausweises und ein Foto, auf dem Sie ihn halten. Instagram gibt an, der Ausweis werde sicher gespeichert, sei auf Instagram nicht sichtbar und werde binnen 30 Tagen gelöscht.

Wie schnell muss Instagram reagieren?

Artikel 16 der Verordnung (EU) 2022/2065 nennt für eine gewöhnliche Meldung keine Stundenfrist. Verlangt sind die unverzügliche Bestätigung des Eingangs, die unverzügliche Mitteilung der Entscheidung und eine zeitnahe, sorgfältige Bearbeitung.

Kann jemand anderes die Meldung für mich einreichen?

Beim Identitätsmissbrauch ja, dort ist eine bevollmächtigte Vertretung ausdrücklich zugelassen, etwa ein Elternteil. Für die urheberrechtliche Meldung ist eine Versicherung an Eides statt über die Befugnis erforderlich.

Instagram hat zweimal abgelehnt. Ist das endgültig?

Nein. Nach dem internen Beschwerdemanagement können Sie eine zertifizierte Streitbeilegungsstelle anrufen, etwa die von der Bundesnetzagentur zertifizierte Stelle in Berlin, und nach Erschöpfung des Meta-Beschwerdewegs das Oversight Board.

Ist die Entscheidung der Streitbeilegungsstelle verbindlich?

Nein. Nach Artikel 21 kann die Stelle keine verbindliche Beilegung auferlegen. Entscheidungen des Oversight Board zum einzelnen Inhalt binden Meta hingegen, sofern die Umsetzung nicht gegen Recht verstößt.

Hilft das Urheberrecht, wenn mein Partner das Foto machte?

Nein. Dann liegt das Urheberrecht bei der Person, die ausgelöst hat. Tragfähig sind das Recht am eigenen Bild nach § 22 KunstUrhG und das Löschverlangen nach Artikel 17 DSGVO.

Löscht die Bundesnetzagentur den Beitrag?

Nein. Für die Löschung oder Sperrung von Inhalten ist der Koordinator für digitale Dienste nicht zuständig. Er prüft, ob der Anbieter ein wirksames und transparentes Meldeverfahren vorhält.

Veröffentlicht2026-10-26
Zuletzt aktualisiert2026-10-26
Lesedaueretwa 12 Minuten

Allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Das Ergebnis hängt vom Sachverhalt, von der Rechtsordnung und von Entscheidungen Dritter ab; nichts hiervon verspricht einen Erfolg. Richtlinien der Plattformen, Formulare und rechtliche Pflichten ändern sich; dargestellt ist der am angegebenen Datum geprüfte Stand. Instagram, Threads und weitere genannte Plattformen sind Marken ihrer jeweiligen Inhaber, und SARAZIM LLC ist nicht mit ihnen verbunden. SARAZIM LLC erbringt keine Rechtsdienstleistungen; wo Rechtsberatung erforderlich ist, beauftragen Sie eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt.

CASE INTAKE

Steht der Beitrag noch online, beginnt alles mit der Dokumentation

SARAZIM LLC übernimmt die administrative Arbeit dieses Ablaufs: Beweissicherung, Meldung über den passenden Weg, Hinterlegung des Hash, Entfernung aus der Suche, Beschwerde und Streitbeilegung sowie die Beobachtung erneuter Uploads. Die Beratung ist vertraulich.

Jede Beratung erfolgt anonym.